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 Nach [[glossary:Venice|Venedig]] zurückgekehrt, fand ich meine gute Großmutter krank und mußte infolgedessen mit allen meinen bisherigen Lebensgewohnheiten brechen; denn ich liebte sie zu sehr, als daß ich sie nicht mit aller nur möglichen Sorgfalt hätte pflegen sollen. Ich wich daher keinen Augenblick von ihr, bis sie den letzten Seufzer ausgestoßen hatte. Es war ihr unmöglich, mir etwas zu hinterlassen, denn sie hatte mir bei Lebzeiten gegeben, soviel sie nur konnte. Nichtsdestoweniger hatte ihr Tod für mich solche Folgen, daß ich einen ganz anderen Lebenswandel führen mußte. Nach [[glossary:Venice|Venedig]] zurückgekehrt, fand ich meine gute Großmutter krank und mußte infolgedessen mit allen meinen bisherigen Lebensgewohnheiten brechen; denn ich liebte sie zu sehr, als daß ich sie nicht mit aller nur möglichen Sorgfalt hätte pflegen sollen. Ich wich daher keinen Augenblick von ihr, bis sie den letzten Seufzer ausgestoßen hatte. Es war ihr unmöglich, mir etwas zu hinterlassen, denn sie hatte mir bei Lebzeiten gegeben, soviel sie nur konnte. Nichtsdestoweniger hatte ihr Tod für mich solche Folgen, daß ich einen ganz anderen Lebenswandel führen mußte.
-Einen Monat nach ihrem Tode erhielt ich einen Brief von meiner Mutter; sie schrieb mir, da sie keine Möglichkeit sehe, nach Venedig zurückzukehren, so habe sie beschlossen, das Haus aufzugeben, wofür sie bisher die Miete bezahlt habe; sie habe den Abbate Grimani von ihren Absichten in Kenntnis gesetzt, und ich müsse mich nach seinen Anordnungen einrichten. Er habe Auftrag bekommen, das Mobiliar zu verkaufen und mich, sowie meine Brüder und meine Schwester, in eine gute Pension zu bringen. Ich glaubte mich zu Grimani begeben zu müssen, um ihm zu versichern, daß ich mich stets seinen Anordnungen fügen würde.+Einen Monat nach ihrem Tode erhielt ich einen Brief von meiner Mutter; sie schrieb mir, da sie keine Möglichkeit sehe, nach Venedig zurückzukehren, so habe sie beschlossen, das Haus aufzugeben, wofür sie bisher die Miete bezahlt habe; sie habe den Abbate [[glossary:Grimani|Grimani]] von ihren Absichten in Kenntnis gesetzt, und ich müsse mich nach seinen Anordnungen einrichten. Er habe Auftrag bekommen, das Mobiliar zu verkaufen und mich, sowie meine Brüder und meine Schwester, in eine gute Pension zu bringen. Ich glaubte mich zu Grimani begeben zu müssen, um ihm zu versichern, daß ich mich stets seinen Anordnungen fügen würde.
 Die Hausmiete war bis zum Ende des Jahres bezahlt. Die Hausmiete war bis zum Ende des Jahres bezahlt.
  
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 und der begleitende Offizier stellt mich dem Major vor, dem er gleichzeitig einen Brief übergibt. Dieser liest den Brief und befiehlt sodann seinem Adjutanten, Herrn Zeno, mich in die Wachtstube zu bringen. Eine Viertelstunde später sah ich meine Begleiter wieder abfahren, und Herr Zeno brachte mir dreieinhalb Lire, indem er mir sagte, soviel würde ich jede Woche erhalten. Es war genau die Löhnung eines gemeinen Soldaten. und der begleitende Offizier stellt mich dem Major vor, dem er gleichzeitig einen Brief übergibt. Dieser liest den Brief und befiehlt sodann seinem Adjutanten, Herrn Zeno, mich in die Wachtstube zu bringen. Eine Viertelstunde später sah ich meine Begleiter wieder abfahren, und Herr Zeno brachte mir dreieinhalb Lire, indem er mir sagte, soviel würde ich jede Woche erhalten. Es war genau die Löhnung eines gemeinen Soldaten.
-Ich verspürte in mir keinen Zorn, aber ich war durchdrungen vom stärksten Unwillen. Gegen Abend ließ ich mir etwas zum Essen kaufen, um nicht vor Hunger zu sterben; hierauf streckte ich mich auf das Feldbett aus und verbrachte die ganze Nacht inmitten der Soldaten, ohne ein Auge zu schließen; denn diese Slavonier sangen unaufhörlich, aßen Knoblauch, rauchten einen schlechten Tabak, der die Luft verpestete, und tranken slavonischen Wein, der schwarz wie Tinte ist und den nur diese Leute trinken können.+Ich verspürte in mir keinen Zorn, aber ich war durchdrungen vom stärksten Unwillen. Gegen Abend ließ ich mir etwas zum Essen kaufen, um nicht vor Hunger zu sterben; hierauf streckte ich mich auf das Feldbett aus und verbrachte die ganze Nacht inmitten der Soldaten, ohne ein Auge zu schließen; denn diese [[glossary:slavonia|Slavonier]] sangen unaufhörlich, aßen Knoblauch, rauchten einen schlechten Tabak, der die Luft verpestete, und tranken slavonischen Wein, der schwarz wie Tinte ist und den nur diese Leute trinken können.
  
 Am nächsten Morgen, zu sehr früher Stunde, ließ Major Pelodoro – so hieß der Kommandant des Forts – mich zu sich kommen und sagte mir: indem er mich die Nacht in der Wachtstube habe verbringen lassen, habe er nur dem Befehl gehorcht, den er aus Venedig vom Kriegsminister, dem sogenannten »Weisen der Schrift« erhalten habe. Am nächsten Morgen, zu sehr früher Stunde, ließ Major Pelodoro – so hieß der Kommandant des Forts – mich zu sich kommen und sagte mir: indem er mich die Nacht in der Wachtstube habe verbringen lassen, habe er nur dem Befehl gehorcht, den er aus Venedig vom Kriegsminister, dem sogenannten »Weisen der Schrift« erhalten habe.
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